Drohnenverordnung: Was darf ich und was nicht? Teil 2

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Von Andy

Drohnenverordnung:

Was darf ich und was nicht?

Teil 2

 

Auch im zweiten Teil von Drohnenverordnung: Was darf ich und was nicht geht es wieder um die Vorschriften, die du beachtet solltest, wenn du eine Drohne fliegen möchtest. Um sicher fliegen zu können, ist es wichtig diese Vorschriften zu kennen und zu prüfen, welche auf die eigene Situation zutreffen und mit welchen man sich eher nicht so intensiv beschäftigen muss. Falls du den ersten Teil nicht gelesen haben solltest, kannst du Drohnenverordnung Teil 1 noch nachholen.

 

Im Folgenden werde ich dir alle wichtigen Punkte zu den Themen:Drohnenverordnung Notizen

  1. Aufstiegsgenehmigung
  2. Verbotene Zonen
  3. Drohnenversicherung

aufzeigen.

 

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Aufstiegsgenehmigung / Aufstiegserlaubnis

Es halten sich auch nach Inkrafttreten der neuen Drohnenverordnung teils falsche Informationen im Netz. Darum erstelle ich dir an dieser Stelle eine kleine Übersicht, wie es bisher war und wie es nun nach der neuen Drohnenverordnung geregelt ist, zur Verfügung.

Bisher war laut Gesetz folgendes gültig:

Nicht jeder Drohnenpilot benötigt eine Aufstiegsgenehmigung. Bei diesem Thema wird zwischen der gewerblichen und der privaten Nutzung von Drohnen unterschieden.

 

Gewerbliches Fliegen der Drohne

Wenn du beruflich / gewerblich eine Drohne fliegen willst, brauchst du prinzipiell immer eine Aufstiegsgenehmigung. Hierbei spielt es keine Rolle, wie groß, schwer oder teuer die Drohne ist. Es geht allein um die Tatsache, dass du mit dem aufgenommenen Material kommerziell agierst, also Geld verdienst oder verdienen willst. Auch wenn du für das Fliegen selber Geld bekommen solltest, würde das einer gewerblichen Nutzung der Drohne entsprechen.

!! Neu mit der Drohnenverordnung 2017 eingeführt:

Dank der neuen Drohnenverordnung wurde hier zum Glück eine Vereinfachung für den gewerblichen Flug geschaffen. Ab sofort dürfen auch gewerbliche Drohnenpiloten bis zu einem Startgewicht von 5 Kilogramm ohne Aufstiegsgenehmigung fliegen. Darüber hinaus ist auch das generelle Verbot für das Fliegen der Drohne außerhalb der Sichtweite für gewerbliche Drohnenpiloten aufgehoben. Achtung jedoch bei der Unterscheidung zwischen Aufstiegsgenehmigung und Drohnenführerschein. Dieser ist bereits ab einem Drohnengewicht von 2 Kilogramm erforderlich.

 

Privates Fliegen einer Drohne ab 5 Kilogramm Startgewicht

Ab einem Startgewicht von 5 Kilogramm ist eine Aufstiegsgenehmigung auch für private Drohnenpiloten verpflichtend.

Sprich, auch wenn du nur zum Spaß mal eben mit einer 5 Kilogramm schweren Drohne aufsteigen möchtest, benötigst du dafür eine Aufstiegsgenehmigung.

 

Die Aussage: Ich wollte ja nur ganz kurz und nur einmal und noch dazu auf einem einsamen Feld fliegen, zieht an dieser Stelle nicht. Wer in so einem oder ähnlichen Falle ohne behördlich erteilte Aufstiegsgenehmigung erwischt wird, riskiert hohe Geldstrafen.

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass dich die Polizei erwischt, wenn du irgendwo am Ortsrand eines kleinen Dorfes mit einer 5 Kilogramm-Drohne fliegst, ist zwar recht gering, aber grundsätzlich kann dich jeder einzelne Mensch, der dich zieht, anzeigen. Es würde also bereits dein misstrauischer Nachbar reichen, der sich durch das Fluggeräusch gestört fühlt.

Grundsätzlich muss jeder selber wissen, was er tut und dies schlussendlich auch verantworten. Ich persönlich rate jedoch davon ab, ohne Aufstiegsgenehmigung zu fliegen (auch wenn man in einem 200 Seelendorf wohnt).

 

Verbotene Zonen

Da es doch den einen oder anderen Bereich gibt, über welchem das Fliegen mit einer Drohne verboten ist, möchte ich dir nachfolgend diese sensiblen Zonen auflisten. Von diesen Zonen solltest du einen Abstand von 1,5 Kilometern halten. Dies betrifft vor allem Flughäfen.

Anschließend verrate ich dir noch, wie du dir die erlaubten Flugzonen und Bereiche leicht merken kannst. 😉

Nicht überfliegen darfst du:

  1. FlughäfenDrohnenverordnung Schild keine Drohnen
  2. Das Regierungsviertel in Berlin
  3. Fast ganz Berlin, da es sich in einer Kontrollzone befindet (Flughafen)
  4. Militärische Anlagen
  5. Juristische Anlagen (z.B. Gefängnisse)
  6. Polizeieinsätze
  7. Kraftwerke
  8. Naturschutzgebiete
  9. Unfallorte und Katastrophengebiete
  10. Privatgrundstücke (ohne Erlaubnis)
  11. Menschenmengen
  12. Krankenhäuser
  13. Industrieanlagen
  14. Bahngleise und Bundesfernstraßen

 

Einige Flugverbotszonen sind bereits in der Software des Drohnenherstellers eingespeichert. So warnt dich zum Beispiel die App von DJI, welche du zum Fliegen mit dem SPARK nutzen würdest, wenn ein Flughafen in unmittelbarer Nähe ist. Das ist sehr praktisch!

Jetzt denkst du dir vielleicht: Ok, das sind einige Verbote, wie soll ich mir denn merken, wo ich fliegen DARF? Das ist eigentlich gar nicht so schwer, denn im Grunde musst du dir nur merken, dass du überall fliegen darfst, wo du vom Eigentümer eine Erlaubnis zum Fliegen mit deiner Drohne erhalten hast und über freien Flächen, die öffentlich sind. Diese Flugorte müssen natürlich entsprechend ausreichend weit entfernt von Flughäfen und den anderen Verbotszonen sein.

 

Drohnenversicherung

Kommen wir nun zu einem oftmals unterschätzten Thema: Die Drohnenhaftpflichtversicherung. Das Ganze geht oft mit den gängigen Fragen einher, die hier nun gleich beantwortet werden sollen.

Muss ich als privater Drohnenpilot überhaupt eine extra Drohnenversicherung abschließen? Reicht da nicht auch meine normale Privathaftpflichtversicherung aus?

NEIN!

Das dürfte eine klare Aussage sein, die keinen großen Raum für Interpretationen lässt.

Drohnenverordnung DJI SparkKlar machst du dir als angehender Drohnenpilot sicher zuerst mal Gedanken darum, wo du als erstes fliegen willst und wo du anschließend am besten deine Aufnahmen im Netz einstellst um möglichst viele Likes zu bekommen.

(Hierzu sehr spannnend: Mein 3. Teil dieser Artikelserie, diesmal zum Thema Drohnenfotografie und Recht)

Da sind Fragen nach rechtlichen Vorgaben und Versicherung natürlich lästig. Doch vor dem Start solltest du dir darüber bewusst sein, dass du für jeden Schaden, den deine Drohne verursacht, als Drohnenpilot haftest.

Deswegen ist eine Versicherung sehr wichtig. (Schau in meinem Beitrag Drohne privat haftpflicht versichern vorbei)

 

Zudem – und das wissen viele zu Beginn gar nicht – ist eine Drohnenversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Das ist nicht nur in Deutschland so, sondern auch in den meisten anderen Ländern. Im Klartext bedeutet das: du musst deine Drohne versichern, sonst kannst du richtig Probleme bekommen. Im Grunde kannst du es, wie bei deinem Auto sehen. Dieses musst du auch versichern, weil du eventuell einen Unfall verursachen könntest, wo Menschen, Tiere und/ oder Material zu Schaden kommen.

Mit einer Drohnenversicherung tust du also nicht nur dir selber einen Gefallen, sondern kommst auch der gesetzlichen Versicherungspflicht nach. Inzwischen bieten viele private Haftpflichtversicherer auch speziell Drohnenversicherungen an. Einfach mal bei deinem Versicherer nachfragen oder beim Drohnenversicherer meines Vertrauens* vorbei schauen. 😉

 

Das war nun der zweite Teil zum Beitrag: Drohnenverordnung: Was darf ich und was nicht (Hier klicken, wenn du nochmal in den ersten reinschauen willst.)

Ich hoffe, dass die Beiträge dem einen oder anderen helfen, sich schnell und sicher in den Vorschriften zum Fliegen von Drohnen zurechtzufinden. Viel Spaß beim Fliegen!

 

PS: Erfahre in Teil 3 Drohnenfotografie und Recht: Gilt Panoramafreiheit alles zu den gesetzlichen Fallstricken, wenn du mit deiner Videodrohne Fotos und Filme aufnimmst.

 

Drohne versichern mit einer Haftpflichtversicherung europaweit oder weltweit

 

 

Disclaimer

Ich habe diesen Artikel nach bestem Wissen zusammengestellt und geschrieben. Ich bin kein Jurist. Dieser Artikel stellt keine juristische Beratung dar. Wenn du unsicher im Umgang mit den rechtlichen Belangen im Hinblick auf deine Drohne bist, wende dich bitte an einen fachkundigen Anwalt. Alle Angaben sind ohne Gewähr und Garantie auf Vollständigkeit.

 

Quellen

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

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