EU-Drohnenverordnung 2019 – Drohne mieten ist weiter möglich

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Von Andy

Die neue EU-Drohnenverordnung 2019

Lange war unklar, wie genau das neue EU-Drohnengesetz aussehen wird. Jetzt haben wir seit Juni 2019 etwas mehr Klarheit. Bis zum Sommer 2020 besteht noch eine Übergangsfrist, also können wir Drohnenpiloten erstmal noch entspannt durchatmen und uns die Neuerungen in Ruhe ansehen.

Auch alle anderen Drohnenfans, die nur ab und zu für den Urlaub oder Hochzeiten eine Drohne mieten wollen, können endlich wieder etwas beruhigter sein. Wenngleich die Zügel in Sachen Drohnenflug straffer gezogen wurden, wird es auch zukünftig Möglichkeiten geben, eine Drohne zu mieten, ohne vorher einen Drohnenführerschein machen zu müssen. Doch dazu weiter unten mehr.

Ehrlich gesagt hatte mich der Ausblick auf die neue EU-Drohnenverordnung die letzten Monate schon etwas beunruhigt. Viel Neues, was meines Erachtens nicht unbedingt einfacher zu verstehen ist, als die bisherigen Regelungen für den Betrieb von Drohnen, ist mit im Gepäck.

Bitte beachte an dieser Stelle, dass sich noch immer Vorgaben ändern bzw. erweitern können. Während der Übergangsphase bis nächsten Sommer können noch immer Ergänzungen und Änderungen vorgenommen werden. Beachte auch, dass trotz der Vereinheitlichung durch die neue EU-Drohnenverordnung weiterhin auch die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten eigene Richtlinien auf den Weg bringen können. Es wird also auch zukünftig immer noch notwendig sein, sich über die Bestimmungen zum Drohnenflug im einzelnen Land vorab zu informieren, wenn du deine Drohne im Urlaub fliegen willst.

Aber alles der Reihe nach. Inzwischen bin ich wieder beruhigter und finde das EU Drohnengesetz weniger schlimm, als befürchtet.

Die Kategorien und Drohnenrisikoklassen im Überblick

Die neue EU Drohnenverordnung unterteilt zum einen die Drohnen selber in verschiedene Kategorien und gibt zum anderen Kategorien für Flugmanöver vor.

Die Drohnen sind in die Risikoklassen C0, C1, C2, C3 und C4 untergliedert. Die Anwendungsszenarien kennen drei verschiedene Kategorien.

  • Open
  • Specific
  • Certified

Genauere Informationen hierzu findest du in meinem Beitrag Das neue Drohnengesetz der EU – Die wichtigsten Vorgaben vorab.

Für den privaten Drohnenpiloten wird voraussichtlich nur die offene Kategorie wirklich wichtig.

Was am neuen Drohnengesetz durchaus positiv ist: Es lässt einen gewissen Freiraum für sehr leichte Drohnen. Der Drohnenhersteller DJI reagiert bereits auf die neuen gesetzlichen Anforderungen und bringt mit dem neuen Spark 2 eine Videodrohne auf den Markt, welche unter die Drohnenrisikoklasse C0 fällt und in der Kategorie A1 (Open) geflogen werden kann.

Die Kategorie A1 im Überblick

Welche Drohnen fallen in die Kategorie A1?

  • Selbstgebaute Drohnen die weniger als 250 Gramm wiegen und maximal 19 m/s fliegen.
  • Industriell gefertigte Drohnen mit weniger als 250 Gramm Aufstiegsgewicht. Das ist allerdings an die Bedingung geknüpft, dass diese Drohnen bereits vor dem 01.07.2022 erstmals verkauft wurden.
  • Außerdem fallen Drohnen der Klassen C0 und C1 ebenfalls in diese Kategorie.

Was muss der Drohnenpilot nachweisen, um in der A1 fliegen zu dürfen?

Jetzt wird es vor allem für alle, die eine Drohne mieten wollen interessant, denn für die oben benannten Drohnen unter 250 Gramm Aufstiegsgewicht sieht die EU-Drohnenverordnung lediglich das genaue Studieren des Benutzerhandbuchs vor. Ein Drohnenführerschein ist an dieser Stelle nicht verpflichtend vorgesehen. Bei Drohnen der Klasse C1 sieht das nämlich bereits ganz anders aus. Für den Flug mit diesen Drohnen muss der Pilot einen Online Kurs mit theoretischer Prüfung erfolgreich abschließen.

Und mal ganz ehrlich. Niemand, der eine Drohne mieten will, weil er seine Hochzeit aus der Luft filmen möchte oder im Urlaub mit einer Drohne Fotos aufnehmen will, hat Lust, nur deswegen einen Drohnenführerschein machen zu müssen.

Das ist auch der Aspekt, welcher den Drohnenvermietungen bei dieser Gesetzesnovelle so große Sorgen bereitet. Umso besser, dass DJI mit dem Spark 2 genau auf diesen Bedarf reagiert und das Mieten von Drohnen auch zukünftig ohne Führerschein möglich macht.

Der einzige Knackpunkt: Es ist derzeit nur diese eine Videodrohne von DJI, die diese Bedingungen erfüllt, aber ich bin mir sicher, dass mit ein wenig Geduld weitere Modelle von Videodrohnen folgen werden.

Doch auch, wenn die Angelegenheit mit dem Drohnenführerschein beim Mieten von Drohnen mit dem DJI Spark 2 gut gelöst ist, müssen Piloten, die eine Drohne mieten, trotzdem eine kleine Bürokratiekröte schlucken.

Als Betreiber einer Drohne registrieren

Die neue EU-Verordnung sieht nämlich vor, dass Drohnenpiloten, die eine Drohne in der offenen Kategorie steuern, welche technisch in der Lage ist, personenbezogene Daten zu erfassen, sich registrieren müssen.

Nun denkst du sicher zunächst, personenbezogene Daten und Drohne, dann bin ich ja fein raus. Leider nein. So merkwürdig es erscheint, aber jede Videodrohne erfüllt diese Bedingung, da sie über eine Kamera verfügt, welche Fotos und Videos aufnehmen kann. Bilder von Personen sind personenbezogene Daten.

Nichtsdestotrotz ist das Registrieren als Pilot ein kleines Übel, welches nach ein bisschen Gewöhnung an diesen Gedanken sicher bald zur normalen Alltagsroutine wird.

Wie genau das mit dem Registrieren als Betreiber von Drohnen funktioniert, habe ich in meinem Beitrag EU-Drohnenverordnung 2019 – How to: Als Drohnen-Betreiber registrieren für dich zusammengefasst.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass es post EU Drohnengesetz möglich ist, ohne größere Hürden eine Drohne zu mieten. Dank DJI, welcher bereits auf die neue Verordnung mit dem Spark 2 reagiert. Leider ist derzeit nicht sicher, wann die neue Drohne auf den Markt kommt. Sicher ist aber, dass du sie bei mir von Anbeginn mieten können wirst.

Der DJI Spark 2 hat gegenüber seinem Vorgänger, dem DJI Spark nicht nur den Vorteil, dass er unter 250 Gramm wiegen wird. Der neue Spark wird darüber hinaus über eine 4K-Kamera verfügen, was vor allem für die unkomplizierte Drohnenfotografie interessant ist.

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