Drohne fliegen im Urlaub: Länderübersicht Mitteleuropa Teil 1

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Von Andy

Drohne fliegen im Urlaub – Europa:

Mitteleuropa

Teil 1

 

Nachdem ich in meinem letzten Beitrag Drohne fliegen im Urlaub – Nordeuropa bereits einige Länder mit ihren Vorschriften zum Drohne fliegen vorgestellt habe, kommt nun der Folgebeitrag zu Mitteleuropa.

Du hast sicher bereits entdeckt, dass es sich um Teil 1 handelt. Warum habe ich Mitteleuropa in zwei Teile aufgegliedert?

Ganz einfach: Weil ich feststellen musste, dass Mitteleuropa doch einige Länder besitzt und dieser Blogbeitrag sonst den Rahmen mehr als gesprengt hätte. Damit das Lesen also auch diesmal nicht zur Qual wird und du dich durch diese ganzen Vorschriften wühlen musst, glieder ich dir Mitteleuropa nochmal auf.

Drohne fliegen Quadrocopter

Da in dieser Übersicht zum Drohne fliegen in den benannten Ländern nicht alle Informationen Platz gefunden haben, stellt ich dir wieder alle Sondergesetze und –bedignungen vor. Nach Ländern gegliedert erfährst du so alle relevanten Details, wenn du mit deinem Quadrocopter auf Reisen gehen möchtest.

 

Du kennst ja bereits meine Einteilung der Länder in Kategorien. Dennoch schreibe ich dir diese nochmals auf, damit du nicht extra dafür in den letzten Beitrag springen musst.

Kategorien:

  • unkompliziert = keine Probleme bei der Einreise und beim Fliegen mit der Videodrohne
  • kompliziert = für das Fliegen mit der Videodrohne müssen bestimmte Auflagen erfüllt werden
  • sehr kompliziert = Einreiseverbot für Videodrohnen oder massiv erschwerte Bedingungen

So nun aber mal zum Thema! Auf welche Länder kannst du dich diesmal freuen?

In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige zum Drohnengesetz in den Ländern:

  1. Irland (unkompliziert)
  2. Großbritannien (unkompliziert)
  3. Frankreich (kompliziert)
  4. Niederlande (unkompliziert)
  5. Belgien (kompliziert)

Wenn du wissen willst, warum Frankreich und Belgien ein bisschen kritisch sind, wenn du dort im Urlaub mit deiner Drohne fliegen willst, dann bleib dran. 😉

PS: Auch in diesem Beitrag kläre ich nur die Gesetzeslage für privat fliegende Drohnenpiloten. Wenn du gewerblich im Ausland fliegen willst, gelten in den meisten Ländern abweichende Regeln.

Quadrocopter Länderübersicht Mitteleuropa Drohne fliegen

 

Drohnengesetz in Irland

Irland ist nicht nur ein in meinen Augen wunderschönes Urlaubsziel, sondern auch für alle Drohnenpiloten, die ihren Quadrocopter auch im Urlaub nicht missen wollen, ausgezeichnet geeignet.

Ein kleines Manko stellt lediglich die begrenzte Aufstiegshöhe von 15 Metern im kontrollierten Luftraum dar. Das stört aber sicherlich die wenigsten Drohnenpiloten, denn Irland ist groß genug und bietet jede Menge unkontrollierten Luftraum. Du kannst also trotz dieser Einschränkung in Irland tolle Aufnahmen mit deinem Quadrocopter shooten.

Drohne fliegen Quadrocopter

Klippen von Moher, Irland

Eine gesetzliche Pflicht zur Drohnenversicherung besteht zwar nicht, wird aber von offizieller Seite empfohlen. Auch in Irland solltest du deinen Quadrocopter versichern, denn im Falle des Falles haftest du für Schäden und das kann sehr teuer werden. Besser vernünftig mit deiner Drohne fliegen. (Schau in meinem Beitrag Drohne privat haftpflicht versichern vorbei)

Was schon eher problematisch werden könnte für den einen oder anderen Drohnenpiloten, ist die Beschränkung des Startgewichts deines Quadrocopter auf 1 Kilogramm. Jedenfalls wenn du diesen nicht registrieren müssen willst. Wenn du in Irland mit einer Drohne fliegen möchtest, die mehr als 1 Kilogramm wiegt, bist du verpflichtet den Quadrocopter zu registrieren. Bitte beachte dies, falls du große Videodrohnen besitzt oder eine größere Drohne mieten willst. Zudem ist die Registrierung erst ab 16 Jahren möglich.

Was musst du sonst noch in Irland beachten?

Einen Mindestabstand von 30 Metern musst du nicht nur zu Menschen halten, sondern auch zu Fahrzeugen, Gebäuden, Schiffen und Menschenmengen. Eine Menschenmenge ist in Irland als eine Gruppe von mindestens 12 Personen definiert. Menschenmengen dürfen generell nicht mit Videodrohnen bzw. Quadrocoptern überflogen werden. Darüber hinaus herrscht ein allgemeines Flugverbot bei nationalen Denkmälern.

 

Drohnengesetz in Großbritannien

Das gute alte Großbritannien ist ebenso wie Irland ein durchaus sehr attraktives Urlaubziel für Drohnenpiloten, die auf Reisen ein paar Urlaubsfotos und –videos mit der ihrer Drohne aufnehmen wollen. Vor allem die Küstenbereiche eignen sich meines Erachtens besonders gut für die Drohnenfotografie. Englands Küsten bieten eine wunderschöne Kulisse von begrünten Klippen, Strand und Meer. Eine richtig tolle Kombination für jeden Drohnenpiloten und Naturliebhaber!

Drohne fliegen Quadrocopter

West Lulworth, Großbritannien

Hier ein paar Plätzchen für deinen Urlaub an Englands Küsten (aber dies nur am Rande):

  • Dorset (Küstenregion)
  • Durdle Door
  • West Lulworth (und ein Schloss gibt es hier auch noch)
  • Isle of White

Natürlich gibt es noch viele weitere Küstenabschnitte in England, wo du mit Drohnen fliegen könntest, um Urlaubsfotos aus der Luft zu schießen.

Wenn du in England Urlaub machen willst und nicht nur an der Küste mit deiner Drohne fliegen möchtest, dann gibt es hierbei noch ein paar Dinge, an die du denken solltest. In Großbritannien wird zwischen Personen und Personengruppen sowie zwischen Gebäuden und Siedlungen unterschieden. Diese Differenzierung hält für dich als Drohnenpilot folgende Regeln bereit:

  • 50 Meter Mindestabstand mit dem Quadrocopter zu Einzelpersonen und einzelnen Gebäuden
  • 150 Meter Mindestabstand mit dem Quadrocopter zu Personengruppen und Siedlungen.

Über Flugverbotszonen in Großbritannien kannst du dich mit Hilfer der App Drone Assist informieren. Diese App macht dich auf kritische Bereiche aufmerksam und hilft dir so, immer im erlaubten Bereich zu fliegen. Falls du deinen nächsten Trip nach Großbritannien planst, sollest du diese App direkt schon mal herunter laden.

 

Drohnengesetz in Frankreich

Unser Nachbarland Frankreich ist das erste, welches in diesem Blogbeitrag in die Kategorie kompliziert fällt. Warum

Drohne fliegen Quadrocopter

Plage du Petit Bec, Les Portes-en-Ré, Frankreich

ist es kompliziert, seine Drohne fliegen zu lassen, wenn man sich in Frankreich aufhält?

Nun, die Gesetzeslage für Drohnen ist bei unseren Nachbarn nicht ganz so freundlich gestaltet, wie bei uns. Solange du nur privat in Frankreich deinen Quadrocopter aufsteigen lassen möchtest, ist das Ganze zwar noch relativ unproblematisch, doch ist es eine Herausforderung durch die vier Kategorien an Flugmanövern durchzublicken.

Die ersten drei sind noch recht verständlich, aber was mit der vierten gemeint ist, wird kompliziert. Vermutlich muss man, um das zu verstehen, den originalen Gesetzestext auf Französisch lesen und verstehen.

Der Einfachheit halber umreiße ich an dieser Stelle die vier Kategorien:

  1. Dein Quadrocopter ist 200 Meter im unbesiedelten Gebiet von dir entfernt.
  2. Dein Quadrocopter ist bis zu einem Kilometer im unbesiedelten Gebiet von dir entfernt. (kein Sichtkontakt beim Ausreizen dieser Grenze)
  3. Im besiedelten Gebiet ist dein Quadrocopter maximal 100 Meter von dir entfernt.
  4. Du fliegst deinen Quadrocopter im unbesiedelten Gebiet, wobei die Begrenzungen der ersten beiden Kategorien überschritten werden.

Ich persönlich interpretiere die vierte Kategorie so, dass es sich hierbei um ein unbesiedeltes Gebiet handelt, welches aufgrund seiner Lange und / oder Beschaffenheit größere Toleranzen zulässig macht. Das ist allerdings nur eine Vermutung von mir.

Wie du siehst, ist die gesetzliche Regelung zum Drohne fliegen in Frankreich zumindest für uns an diese Stelle nicht zu 100 Prozent eindeutig und klar. Aus diesem Grunde erhält es von mir das Label kompliziert. Immerhin könnte man sich als Drohnenpilot in Probleme bringen, ohne dass dies einem wirklich bewusst ist. Daher lieber etwas vorsichtig sein, wenn du mit deiner Drohne bei den Franzosen unterwegs bist.

 

Drohnengesetz in den Niederlanden

In den Niederlanden ist es dir zwar erlaub bis zu 300 Meter aufzusteigen, wenn du mit deiner Drohne privat fliegst, doch wird von offizieller Seiter empfohlen, nicht über 120 Meter zu fliegen.

Eine Besonderheit, die es bei den Niederländern gibt, ist das generelle Verbot von First Person View (FPV). In

Drohne fliegen Quadrocopter

Amsterdam, Niederlande

anderen Ländern ist FPV erlaubt, solange du eine zweite Person dabei hast, die dir als Spotter fungiert und deinen Quadrocopter für dich im Auge behält, solange du dies nicht kannst. In den Niederlanden ist das keine Option.

Den Mindestabstand von 150 Metern zu Personen hast du bereits in der Übersicht sehen können. Dieser gilt darüber hinaus auch für Ortschaften (besiedelte Gebiete) und Fahrzeuge, die sich in Bewegung befinden.

Generelle Flugverbotszonen gibt es in den Niederlanden, genauso wie in Deutschland. Wenn du die deutschen No-Flight-Zonen im Kopf hast, bist du in den Niederlanden schon sehr gut vorbereitet.

Flugverbotszonen sind hier:

  • Öffentliche Straßen
  • Häfen
  • Schienen
  • Industrieanlagen
  • Siedlungen / besiedelte Gebiete
  • Menschengruppen
  • Kontrollierter Luftraum

Vor allem der letzte Punkt auf der No-Flight-Zonen Liste ist für alle Drohnenpiloten, die mit ihrem Quadrocopter in der Karibik Urlaub machen wollen, relevant. Die Niederlande haben aus der Kolonialzeit noch Gebiete in der Karibik inne. Da diese Inseln so klein sind, dass im Grunde die gesamte Insel zum kontrollierten Luftraum gehört, dürfen Drohnenpiloten auf den folgenden Inseln nicht mit Drohnen fliegen:

  • Bonaire
  • Eustatius
  • Saba

Diese drei Inseln gehören genauer gesagt zu der Besonderen Gemeinde der Niederlande. Ursprünglich waren die Karibischen Niederlande sechs Inseln. Aruba, Curaçao und Sint Maarten sind inzwischen jedoch autonom innerhalb des Königreichs der Niederlande. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet bei Simone Gorosics im Nach Holland Blog weitere Informationen.

 

Drohnengesetz in Belgien

Kommen wir nun zu Belgien, ein Land dieses Blogbeitrags, welches als kompliziert klassifiziert ist.

Im Grunde sind die ganzen Informationen, welche du bereits zu Belgien in der Übersichtsliste gesehen hast, nicht weiter wichtig für dich, wenn du privat deine Drohne fliegen lassen willst. In Belgien sieht es nämlich so aus, dass private Drohnenpiloten nur auf privaten Grundstücken fliegen dürfen. Das setzt der Drohnenfotografie in Belgien riesige Steine in den Weg. Um nicht zu sagen, die Drohnenfotografie ist in Belgien für den privaten Drohnenpilot unmöglich.

Du müsstest schon entweder selbst ein Grundstück besitzen, was vermutlich eher unwahrscheinlich ist, oder einen Bekannten haben, der dich auf seinem Grundstück fliegen lässt. Ansonsten sieht es schlecht aus für deine Urlaubsfotos mit der Videodrohne.

In diesem Falle ist es für dich auch eher uninteressant, dass du nicht nur zu Flughäfen einen Abstand von 2,8 Kilometern halten musst, sondern auch zu Helikopterlandeplätzen 1 Kilometer Mindestanstand.

Drohne fliegen Quadrocopter

Ghent, Belgien

Wenn das Privatgrundstück, auf welchem du in Belgien vielleicht fliegen darfst nicht grade in unmittelbarer Nähe zu eben diesen Flugplätzen liegt, kannst du dieses Wissen vernachlässigen. Nicht außer Acht lassen solltest du jedoch, dass du zu allen Hindernissen einen Abstand von 30 Metern einhalten musst.

Ich für meinen Teil interpretiere diese Vorgabe so, dass das Privatgrundstück, auf welchem der Drohnenpilot fliegt, so groß sein muss, dass es mindestens 30 Meter Abstand zum Nachbarhaus und dessen Garage zulässt. Ob bereits eine Hecke als Hindernis gilt, würde mich an dieser Stelle sehr interessieren.  😉  

Wichtig zum Thema Drohnen fliegen in Belgien ist noch die Vorschrift, dass dein Quadrocopter ein Kennzeichen benötigt. Das ist genauso, wie es inzwischen in Deutschland seit der neuen Drohnenverordnung 2017 Pflicht ist.

Wer nähere oder weiterführende Informationen zum Thema hat, oder ergänzendes Wissen beisteuern kann, ist eingeladen, einen Kommentar da zu lassen.

Drohne fliegen Quadrocopter

 

Und zum Schluss nochmal ein paar Worte zur Drohnenversicherung. Ich kann es gar nicht oft genug sagen. In vielen Ländern ist die Drohnenversicherung nicht gesetzlich vorgeschrieben und somit keine Pflicht, wie dies in Deutschland der Fall ist. Versicher deinen Quadrocopter auch in diesen Ländern. Wenn du nicht grade mehrfacher Millionär bist und ein Unfall dich nicht jucken würde, dann kann ein Unfall mit der Drohne für dich finanziell sehr böse ausgehen. Also Drohne fliegen ja, aber bitte immer mit einer entsprechenden Drohnenversicherung.

 

 

Ein besonderes Dankeschön möchte ich Sabrina und Francis von My-road.de (Quelle) für ihre grandiose Arbeit sagen. Bei euch habe ich die besten Informationen zum Thema gefunden. Auch andere Seiten habe ich im Rahmen meiner Recherche genutzt, aber keine war so schön aufgebaut wie my road. Sehr zu empfehlen. Herzlichen Dank!

 

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Disclaimer

Alle Informationen in diesem Blogbeitrag habe ich nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Für die Vollständigkeit und Korrektheit der Angaben kann ich keine Garantie übernehmen. Falls du unsicher bist, wende dich an die jeweilige Botschaft des Landes, oder direkt an die Luftfahrtbehörde deiner gewünschten Reisedestination, um die aktuellsten und vollständige Informationen zu erhalten.

 

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